Zukunft Jungen

Lehrwerstatt Tischlerei

Parallel zur Möglichkeit der Ausbildung in der Schneiderei, die vor allem von Mädchen in Anspruch genommen werden, können Jungen eine Lehre als Tischler in der pfarreigenen Tischlerei machen. Aus dem Erlös einer Adventaktion Am Eisernen Tor in Graz vor drei Jahren konnte eine kombinierte Schneide- und Hobelmaschine angekauft werden, an der in der pfarreigenen Tischlerei Lehrlinge ausgebildet werden.

 

Unterschiedliche Einrichtungsgegenstände wie Betten, Stühle und Tische, aber auch Fenster und Türen für die neuerbauten Kirchen, das Pfarrzentrum sowie Wohnhäuser und Schulen werden von den Lehrlingen hergestellt.

Auch im Vorjahr kam der Erlös aus einer Adventveranstaltung für den weiteren Ausbau dieser Tischlerwerkstätte und dem Ankauf einer zweiten Schneide-Hobelmaschine zu Gute. Bei unserem Pastoralbesuch im Juli letzten Jahres mussten wir aber leider feststellen, daß die vor zwei Jahren angekaufte Maschine infolge Überbeanspruchung und mangelnder Wartung dringend überholungsbedürftig war. Aus Sicherheitsgründen wurde das Gerät bereits abgeschaltet.

Um die Lehrlingsausbildung ohne Unterbrechung weiterführen zu können, wurde gemeinsam mit unserem Team, Pfarrer Pater Jacques und den Verantwortlichen der Werkstätte ein neuer Ausbildungsplan entwickelt. Das Konzept sieht vor, dass im ersten Teil der Ausbildung Tischlerarbeiten mit einfachen Werkzeugen im Mittelpunkt stehen, damit die Lehrlinge später in Ihren Dörfern, in denen es gewöhnlich keinen Strom gibt, handwerklich tätig sein können. Gleichzeitig sollen sie aber im zweiten Teil der Ausbildung auch auf die moderne Arbeitswelt mit elektrischen Maschinen vorbereitet werden.

Mit dem Geld, das eigentlich für eine zweite Hobelmaschine gedacht war, wurden in Kigali, der Hauptstadt des Landes, alle Handwerkzeuge in ausreichender Menge angekauft, die in der Tischlerei benötigt wurden um den Lehrlingen die Grundkenntnisse des Tischlereihandwerks mit einfachen Werkzeugen vermitteln zu können.

Auch konnte in der Gemeinschaft der Salesianer ein Fachmann gefunden werden, der den jungen Menschen nicht nur die Kenntnisse für ihr Handwerk vermittelt, sondern die vorhandene Maschine auch reparieren und warten kann. Die Weiterführung des Ausbildungskonzeptes sieht vor, die jungen Leute ebenfalls in der Reparatur und Wartung solcher modernen Maschinen zu schulen.

Junge Menschen in Rwanda werden alle handwerklichen Kenntnisse mit gegeben, die sie für ihr künftiges Berufsleben brauchen, und auch mit einfachen Werkzeugen ihr Brot verdienen, und für ihre Familien sorgen können.

In einem nächsten Schritt versuchen wir die finanziellen Mittel bereit zu stellen, um ihnen nach ihrer Ausbildung die Grundwerkzeuge für ihre Arbeit mit nach Hause geben könnten. 

WIR BITTEN SIE HERZLICH UM IHRE HELFENDEN HÄNDE UND HERZEN!