Fotos aus Rwanda 2008

6 08 2008

Hier endlich die ersten Fotos! Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit dem Eintauchen in eine Welt der Liebe, Gastfreundschaft und Hoffnung.





6. Tag Abschied Nyamasheke

11 07 2008

Einige von uns helfen die Hilfsgüter aus dem Container im Zwischenlager so zu schlichten, so dass alles leicht und schnell an die gewünschten Pfarren verteilt werden kann. Pater Francois und Pater Jacques bekommen in der Zwischenzeit eine Einschulung in Digitalfotografie und am Computer. Mit der geschenkten alten Kamera werden im Garten einige Bilder geschossen. Danach dürfen beide die Bilder von der Kamera auf den Computer übertragen und dort anschauen und sortieren.

Für die zukünftigen Projekte ein wichtiger Teil der Dokumentation und man sieht beiden Patern den Spaß an der Sache im Gesicht geschrieben. Dann werden wir um 15:00 zur Verabschiedung durch die Pfarrgemeinde eingeladen. Wieder begrüßen uns die Trommler, die Tänzerinnen und viele Kinder vor dem Pfarrzentrum.

Herzliche Worte, viele Lächeln im Gesicht, Erfrischungen zwischendurch und dann werden wir auch noch liebevoll beschenkt. Der Abschied fällt schwer doch zum Glück kommt Pater Jacques noch mit uns nach Cyangugu zum Bischof. Die meisten von uns haben noch niemals einem Bischof die Hand geschüttelt. Gemeinsam essen wir zu Abend und der Bischof selbst schenkt den Wein für seine Gäste ein. Es ist schon spät, als wir uns noch zu einer kleinen Projektbesprechung treffen bevor wir alle müde ins Bett fallen.





4. Tag Nyamasheke / Witwen und Waisen

9 07 2008

Früh aufstehen – heilige Messe heute mit den Dorfbewohnern von Nyamasheke. Ein wunderschönes Erlebnis, denn am Ende des Gottesdienstes rief uns Pater Jacques zu sich vor dem Altar und stellte uns jeden einzeln mit Namen der Gemeinde vor. Er erklärte den Menschen warum wir hier sind, was wir vor haben und sie dankten uns nicht nur mit einem herzlichen Applaus sondern wir mussten beim verlassen viele, viele Hände schütteln.

Nach dem ausgiebigen Frühstück liefen wir hinüber zur Kirche von Nyamasheke um das erste Video über die Auswirkungen des schweren Erdbebens im Februar zu dokumentieren. Zum Glück gab es in dieser Pfarrgemeinde keine Toten und nur wenige Verletzte. Doch die Erinnerung an das traurige Ereignis und die schwer beschädigte Kirche wurde schon bald durch die große Freude über den eingetroffenen Hilfscontainer abgelöst. Die Kinder und ebenso die Männer und Frauen sangen zu unserer Begrüßung. Viele Kleider für die Armen, wichtige Medikamente für die Hospitäler, Fußbälle zum Spielen und eine wunderschöne Madonna für die Einweihung der Kirche zur „Königin der Liebe“ wurden begleitet von Tanz und Gesang in das große Lager zur weiteren Verteilung durch die Pfarre getragen.

Im Anschluss besuchten wir die Nähwerkstatt und die Tischlerwerkstatt, um den jungen Menschen die Kunde über neue Spenden von Nähmaschinen und Tischlerwerkzeuge zu überbringen. Die Freue war riesengroß und am Schluss tanzten nicht nur die jungen Menschen von Nyamasheke sondern auch wir in ihrer Mitte.

Nach dem Mittag ging die Reise weiter zu den einigen neuen Häusern der Witwen und Waisen. Wieder erlebten wir eine wilde Fahrt mit den Geländewagen des Pfarrers und des Bischofs durch die wunderschöne Hügellandschaft der Umgebung. Es wurden bereits mit Hilfe der vielen Spenden der letzten Jahre 147 Häuser für Witwen und Waisen erbaut – 42 sind bereits fertig gestellt und bewohnt, die restlichen Häuser sind im Bau, teilweise bereits bewohnt und werden im Laufe dieses und spätestens des nächsten Jahres vollständig fertig gestellt.

Doch so schön und stabil die neuen Häuser auch sind, uns begegnet tiefe Armut und viele, viele kranke Kinder, die sehr auf weitere Hilfe aus dem Ausland angewiesen sind.