7. Tag Cyangugu / Nkombo & Shangi

12 07 2008

Früh am Morgen brechen wir auf zur Insel Nkombo. Der Bischof hat uns gebeten, die Auswirkungen des schweren Erdbebens im Februar vor Ort an zu schauen. Mit einem kleinen Boot werden wir zur Insel gebracht. Eine große Menge von Menschen steht am Ufer – doch sie warten nicht auf uns, sonder auf eine Hochzeitsgesellschaft.

Wir werden zum einem großen Haus geführt, das völlig zerstört wurde. Die ganze Familie lebt in einem winzigen Unterschlupf aus Wellblech und Palmenblättern. Doch schon bald erreichen wir die Schule. Es gab dort Grundschulen und eine Oberschule, Schlafräume, Labors und Sportplätze. Doch die meisten Gebäude sind so schwer beschädigt, dass Einsturzgefahr besteht. Von einigen Gebäuden stehen nicht mehr die Grundmauern und überall sind Berge von Schutt zu sehen. Die Direktorin der Schule sagt uns mit Tränen in den Augen das die Schule geschlossen werden musste.

Da es keine Möglichkeit für Ärmsten der Armen gibt, eine andere Schule  zu besuchen, verbringen die vielen unterernährten kranken Kinder ihren Tag damit, darauf zu warten das ein wenig Abwechslung wie z.B.  der Besuch, der Muzungus , das Unglück für ein paar Momente vergessen lässt. 

Doch trotz der vielen Armut lächeln  uns die kleinen Augen an. Kleine schwarze Hände ergreifen die Weißen. Am Abend erfahren wir, dass die Kleinen glauben, dass wenn sie eine weiße Hand lang genug halten, eines Tages weiß werden.

Am Nachmittag, nach einem köstlichen Mittagessen geht es nach Changi dort hat das Erdbeben schlimme Schäden angerichtet. Das Pfarrzentrum liegt in Trümmern. Die Kirche hat viele Sprünge. Wir fragen die Priester wie kann es sein ein Erdbeben am Sonntag während der Messe. Sie überlegen kurz und antworten: es war ein großes Glück. Wir verstehen zuerst nicht. Doch dann 15 Minuten später wird alles klar. Es ist ein großes Glück, das an diesem Sonntag viele Menschen in der Messe waren. 1004 Schüler wären am Wochentag in der Schule gewesen. Und dieses Gebäude ist in Sekunden durch das Erdbeben in sich zusammengestürzt.